Wie ich anfing durch’s Leben zu hüpfen

Wie ich anfing durch’s Leben zu hüpfen

14. Februar 2019 0 Von Vane

Der Weg zum Jumping ist nicht so tiefgreifend und nennen wir es „spirituell“ wie der zum Yoga. Aber ich denke, dass die Konzentration auf Körper und Sport mich dann doch aus einem speziellen Grund zu diesem Sport getrieben hat. Ich habe früher oft Zumba gemacht (was ein wenig vergleichbar ist), war darin aber nicht so gut, meine Koordination war leider nie die Beste und trotzdem träumte ich schon während des Studiums davon, einen Instructor-Schein zu machen. Ich hatte nur noch nicht meine richtige Sportart gefunden. Das sollte sich ändern als ich in München für das Jumping an eine super motivierte Trainerin geriet, die sogar aus dem gleichen beruflichen Umfeld kam wie ich, sich dann aber für den Sport als Berufung entschied.

Den sicheren Job an den Nagel zu hängen und sich in die sportliche Selbstständigkeit zu stürzen ist für mich erstmal nichts, aber viel Zeit mit dem Sport zu verbringen war eine Idee, die ich nicht mehr so einfach aus meinem Kopf bekam. Und irgendwie passte es schon zusammen. Meine PhysioFlowYoga® – Lehrerin gibt beispielweise auch Cycling-Stunden und diese Kombination erscheint – zumindest mir – sehr logisch.

Wir suchen doch immer nach einem Gleichgewicht und am Ende war das für mich perfekt: das ruhige Yoga und das laute und vor Begeisterung übersprudelnde Jumping. Am Anfang fiel mir das mit der Koordination wieder nicht so leicht aber die Schrittfolgen sind überschaubarer. Ein weiterer Vorteil: Jumping ist sehr knieschonend und gleichzeitig extrem gut für die Kardio-Fitness (im Gegensatz zum Joggen beispielsweise, was in der Stadt auf Asphalt die Gelenke stark beansprucht). Man braucht wie bei allen Sportarten Geduld bis die Muskeln sich mitentwickeln um die Übungen richtig auszuführen.

Das Beste ist ohnehin die Musik, die vor Freude und Kraft nur so strotzende Musik mit großartigem Takt (findet man heute in den Charts teilweise auch nicht mehr) und tollen Texten, die einen fast dazu zwingen mitzuwippen und mitzusingen. Und was ich auch toll fand: die Gruppendynamik. Denn am Anfang sind alle still und schüchtern aber wenn die Musik den richtigen Takt vorgibt kommen alle aus sich heraus und – auch wenn das Gehüpfe ziemlich anstrengend ist – man sieht das Leuchten in den Gesichtern denn das Jumpen hat etwas von einem kindlichen Loslassen wo wir einfach alle Kraft und alles was uns beschäftigt raushüpfen können.

Vielleicht ist das Jumping am Ende also auch spirituell…darüber lässt sich bestimmt streiten. Ich weiß nur, dass es für mich funktionierte und als ich anfing mir für meine Lieblingslieder Jumping Choreographien zu überlegen wurde mir klar, dass ich einen neuen Traum entwickelt hatte. Dennoch bin ich jetzt erstmal gezwungen meinem eigenen Motto treu zu bleiben: ein Schritt nach dem anderen. D.h. ich konzentriere mich jetzt auf die Yoga-Ausbildung und mache weiter begeistert Jumping und vllt. ergibt sich in der Zukunft auch die Möglichkeit für den Jumping-Instructor.

Update

Unverhofft kommt oft, wie es so schön heißt. Ich habe tolle Neuigkeiten: Meine Jumping Fitness-Trainerin hat mir in Aussicht gestellt, ab Herbst bei ihr Kurse geben zu können. Daher werde ich am 15. -16.Juni zum Jumping Fitness-Instructor Kurs nach Roßtal (Nürnberg) fahren um hoffentlich mit dem Instructor-Schein wieder nach Hause zu kommen.